Cathy Sharp Dance Ensemble x Expressions Dance Company

«scripsi, scriptum»

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Die Produktion «scripsi, scriptum» steht im Zeichen eines Kulturaustausches mit der Expressions Dance Company (EDC) aus Brisbane, Australien – der Auftakt dazu findet in Basel/ Birsfelden statt. Beide Ensembles haben bereits vor zehn Jahren zusammengearbeitet, diesmal jedoch unter veränderten Vorzeichen. Die Absicht über die geografische Distanz zwischen beiden Ländern hinweg eine Choreografie über ein gemeinsames Thema mit TänzerInnen beider Gruppen zu kreieren, anstatt lediglich Werke aus dem gegenseitigen Repertoire zu zeigen, führte zu einer enorm inspirierenden Zusammenarbeit.

Vor 50 Jahren dauerte es noch seine sechs Wochen bevor ein Brief aus Europa in Australien ankam, dessen Inhalt beim Empfang schon fast passé war.  Wenn Cathy Sharp heute eine kurze schriftliche Nachricht an Natalie Weir, künstlerische Leiterin der EDC schicken muss, dauert  es per SMS höchstens 5 Sekunden. Die digitale Kommunikations-Revolution hat über die Jahre eine alltägliche Gewohnheit auf der Strecke gelassen – das persönliche Briefeschreiben mit der damit verbundenen Beziehung zum Papier. Auch Urlaubsgrüsse werden nicht mehr per Ansichtskarte versandt, sondern auf facebook und anderen vermeintlich sozialen Medien veröffentlicht.

Was bedeutet diese rasante Entwicklung für die schriftliche Kommunikation zwischen Menschen? Wird sie noch oberflächlicher? Gehen die Schriftkunst und Kunst des Briefeschreibens verloren? Kommt vielleicht mal eine Gegenreaktion, eine Trendwende? Mit diesen und anderen diesbezüglichen Fragen wollen sich Cathy Sharp (CSDE) und Natalie Weir (EDC) zusammen mit den TänzerInnen choreografisch auseinandersetzen.

Schon die Schreibmaschine begann die Kunst des Briefeschreibens zu  verdrängen. Auch die banalisierte, mit vorgefertigten Grüssen bedruckte Karte erlaubt es Gefühle zu kommunizieren ohne eine persönliche Erarbeitung der darin gezeigte Teilnahme. Die TänzerInnen beider Ensembles begannen früh mittels handgeschriebenen, persönlichen Briefen miteinander zu kommunizieren; später mit Tastatur über Email und schliesslich, als visuellen Ergänzung, via Skype. Diese Korrespondenz bildete die Basis, den Fundus aus dem heraus Teile der Kreation entwickelt wurden.

«If people cannot write well, they cannot think well and if they cannot think well, the others will do their thinking for them.» - George Orwell

Es tanzen: Lucas Balegno, Jonas Furrer, Misato Inoue, Agata Lawniczak und Eoin Mac Donncha (CSDE); Richard Causer, Elise May, Riannon McLean, Samantha Mitchell, David Williams und Jack Ziesing (EDC).

Choreografie: Cathy Sharp und Natalie Weir

Lichtgestaltung: Brigitte Dubach

Tongestaltung: Thomas C. Gass

Produktion: Adrian Schriel

Mit freundlicher Unterstützung von Kanton BL: kulturelles.bl; Kanton BS: Abteilung Kultur PD; National Suisse. 

www.sharp-dance.com