Christian Zehnder
«Schmelz»
eine imaginäre alpine Musik der Schweiz
”Aus dem Schmelz fliesst der Quell vom Alpenfirn durch die Talschaften, in den urban erhitzten Strom der Zeit. Roter Wüstensand legt sich vom Südwind getragen über die Gletscherzungen und man glaubt schon eine Kamelkarawane über Grat ziehen zu sehen. Im Gotthardhospiz entlockt ein verirrter Argentinier Tangoklänge aus einem Schwiizerörgeli und der Gastwirt erzählt dabei von seiner Heirat in ferner Mesopotamischer Landschaft. Am Gipfelkreuz des Bernina übergibt ein Franzose Magnolienblätter der lichten Himmelsphäre, verabschiedet sich so von einer verlorenen Liebe. Am Wegesrand im steilen Anstieg keucht ein rauchender Melancholiker vom Stillstand seiner Beine, seinem Leben und aus dem Transistorradio des Hüttenwarts in der Berghütte schäppert kubanischer Lebenspuls zu den Juchzern letzter Kuhtreiber einer nah gelegenen Alp..” Christian Zehnder
Mit virtuosem Jodeln und Obertongesang zerzaust der Stimmenkünstler Christian Zehnder (Stimmhorn, Kraah, Heimatklänge) Schweizer Gemeinplätze und schafft eine ganz eigene Musik aus entrückter Fernsicht auf den Alpenkamm. Seinen nonverbalen Erzählkosmos verbindet er in ”Schmelz“ erstmals auch mit Texten (deutsch & französisch) und definiert damit eine ganz neue Welt des Chansons ”inclassable”: Eine imaginäre neue Alpine Musik im Schmelz der Zeit.
Nur gerade einmal war das Quartett mit ”Schmelz“ im Schauspielhaus Basel zu sehen. Eine letzte Gelegenheit gibt es daher noch einmal als Heimspiel, bevor Zehnder im nächsten Jahr neue Projekte vorstellen wird.
”Atemberaubend!” NZZ
”Noch können die Eidgenossen das Eis genießen. Zehnders neues Projekt, so zeigte die Premiere, ist eine Momentaufnahme des Taupunktes, ein poetisches Protokoll zwischen drohender Apokalypse und globalisierten Gipfelwelten." Badische Zeitung
mit
Barbara Schirmer: Hackbrett
Thomas Weiss: Perkussion, Drums
Michael Pfeuti: Kontrabass