FREMD?!
EIN TRANSKULTURELLES THEATER- UND BILDUNGSPROJEKT

Das transkulturelle Theater- und Bildungsprojekt „fremd?!“ gastiert dieses Jahr zum ersten Mal im Theater Roxy. Die Jugendlichen der Klasse A2-G der Sekundarschule Birspark (Klassenlehrerin Cordula Pieper)

Deniz Argüz, Orçun Isbilir, Semir Maksutoski, Aleksandar Milivojevic, Sladjan Pesic, Fabio Ricotta, Yuri Santos Inocencio, Schiliró Raffaele, Luc Tanner, Melissa Ammann, Melissa Beck, Sajithiya Chandrakumar, Joy Eichler, Wagma Gafuhrzada, Valbona Kasa, Sara Paoletti, Nithila Ravikumar, Güven Sari

spielen unter der Regie von Stephan Laur (Assistenz Özlem Yilmaz) Geschichten, die sie selbst entwickelt haben. Geschichten in denen es normal ist, dass man zwei oder mehr Sprachen gut spricht, Geschichten, die klar machen, dass es eine Frage der Perspektive ist, wer oder was als „fremd?!“ gilt, Geschichten von Wut und Hoffnung, Fremdsein und Heimat und von der Sehnsucht etwas aus seinem Leben zu machen. Unter der Leitung von  Aram Sürmeli wird getanzt und unter der musikalischen Leitung von Özlem Yilmaz und Makale u.a. wird gesungen, gerappt und getextet.

Initiiert wurde „fremd?!“ 2006 am Vorstadttheater von der Schauspielerin Anina Jendreyko. Seither kam jedes Jahr eine „fremd?!“-Produktion auf die Bühne. Ende 2009 wurde der Verein „fremd?!" gegründet und zusätzlich zum Vorstadttheater kamen die Kaserne Basel und die Theaterfalle als Kooperationspartner dazu. Seit 2011 ist auch das Theater Roxy mit dabei und es werden von Ende Mai bis Ende Juni an den 4 Theatern jeweils eine Produktion aus 4 verschiedenen Quartieren und Schulen gezeigt.

Ausgangpunkt der „fremd?!“-Produktionen sind die Alltagserfahrungen und Lebensrealitäten von 12-14-jährigen Jugendlichen. Sie stehen im Zentrum. Sie erzählen aus ihrem Leben. Alle Texte und Szenen werden selbst entwickelt. Aus dem ungeformten Chaos individueller Voraussetzungen und Unterschiede entsteht ein Theaterabend. 

Die Vielfalt und Unterschiedlichkeit wird in den „fremd?!“-Projekten zum Ausgangspunkt des gemeinsamen Probenprozesses gemacht. Es geht um die Jugendlichen sie stehen im Zentrum! Sie werden ernst genommen, sie werden gebraucht, angesprochen, gefordert und gefördert. Durch das Inszenieren ihrer Alltagserfahrungen erhalten die Jugendlichen die Möglichkeit über ihre Lebensrealität, kulturelle Differenzen und Gemeinsamkeiten, Geschlechterrollen, den Umgang mit Sexualität, Liebe, Gewalt, Freizeit und anderen Themen nachzudenken und sich kreativ mit ihr auseinanderzusetzen. Die kritische Auseinandersetzug mit dem Selbstbild und dem Fremdbild, Projektionen, Stereotypen, etc gehören dazu.

Die „fremd?!“ Produktionen nehmen die Vielfalt unserer Gesellschaft zum Ausgangspunkt, eine Aufgabe die die Bereitschaft zum Voranschreiten erfordert, zur Öffnung und zum Neuerfinden.

Es bedeutet nur selten Harmonie  und oft genug Konflikte. Indem sich das Projekt „fremd?!“ setzt sich mit einer ausgesprochen hohen Energie und viel Vitalität und Humor permanent der Frage aus, wer weshalb für wen Kultur produzieren soll. Es will  alte Denkgewohnheiten auf den Kopf stellen, gesellschaftliche Hierarchien hinterfragen und somit dazu beitragen gesellschaftliche Veränderungsprozesse anzustossen.

 

Vorstellungen an Partnertheatern

Vorstadttheater:

Mi 25.Mai 19.30 Uhr, Do 26.Mai 10.30 und 19.30, Fr 27.Mai 10.30 Uhr

Regie: Alirezy Bayram und Sibylle Burkart Spiel: 3E der OS-Dreirosen/Kleinbasel

Theaterfalle: Mi 8.6. 19.30h, Do 9.6. 10.30h und 19.30h, Fr 10.6. 10.30h und 19.30h

Regie: Patrick Gusset Spiel: 3D der OS- Brunmatt/Gundeli

Kaserne Mi 22.6. 19h, Do 23.6. 10.30h und 19h, Fr 24.6. 10.30h, 19h

Regie: Susanne Abelein und Iljaz Jusufi  Spiel: 3A der OS Insel/Kleinhünigen

 

www.projektfremd.ch