Phil hayes
«awkward human»
*Awkward: lacking ease or grace (as of movement or expression) - ungeschickt, linkisch, unbeholfen, schwierig, renitent, heikel
«One of the great tragedies of life is that it can never attain
the perfection, and importance, of sport. If only our
chaotic and unsatisfactory lives could achieve its clarity;
if only our sporting heroes could help us ... »
Awkward Human ist eine Erkundung des menschlichen (Fehl-)verhaltens. Es geht um Redemuster, Bewegungen, nervöse Angewohnheiten und andere Peinlichkeiten. Awkward Human behandelt unsere schwierigen Seiten; die Fettnäpfchen, in die wir getreten sind und die unpassenden Dinge, die wir gesagt haben. Es ist der Versuch, eigene Verhaltensmuster zu verstehen und zu überwinden.
Inmitten einer traditionellen Kunstturn-Ausrüstung mit Turnpferd, Barren, Ringen und Sprungbrett hat sich jemand eine Reihe von Aufgaben gestellt. Die Grenzen der eigenen Möglichkeiten kontrastiert mit der Kultur der Anmut und absoluten Körperkontrolle des Kunstturnens. Als Kind beobachtete Phil Hayes im Fernsehen Olga Korbut an der Olympiade 1972. Was genau war es, als er der jungen sowjetischen Turnerin zusah, das eine solche Wirkung auf ihn hatte? Was genau hat es mit diesem Streben nach Perfektion im Sport auf sich, einem Ziel, das den meisten von uns unerreichbar ist, das unserem täglichen Leben und Verhalten so fern ist.
Konzept, Text und Spiel Phil Hayes Dramaturgie Julia Hintermüller Bühne Dominic Huber/Blendwerk Musik und Ton Thomas Peter Video Susanne Hofer/Flimmer Licht Tina Bleuler/Electric Gold Produktionsleitung Lukas Piccolin Koproduktion Theaterhaus Gessnerallee Zürich, Theater Roxy Birsfelden, Schlachthaus Theater Bern Gefördert durch Stadt Zürich Kultur, Fachstelle Kultur Kanton Zürich, Pro Helvetia Schweizer Kulturstiftung, Migros-Kulturprozent, Familie Vontobel Stiftung, Bloch Stiftung.
Phil Hayes wurde 1966 in England geboren. Seit 1998 lebt er in Zürich und arbeitet als freischaffender Künstler in den Bereichen Theater, Performance, und Musik. Seit 2005 inszeniert er eigene Produktionen ; «Waiting For Rod», «The First Cut» und «Where Were We». Er arbeitet auch u.a. in Projekten für und mit Simone Aughterlony, Mass & Fieber, CAMPO/Victoria Gent, Thom Luz, Regina Wenig, Knarf Rellöm und Guz. In 2009 arbeitet er als Regisseur am Stadttheater Bern mit Rebekka Kricheldorfs «Mechanische Tiere» und arbeitet er regelmässig als Dramaturg/Künstlerischer Berater bei verscheidener Projekten. In 2010 zeigte er Geschichten rund um den Zürcher Bahnhof Wiedikon als Video-Installation im Bahnhof Wiedikon und im Theaterhaus Gessnerallee als Teil des «Wir Retten Zürich» Projekts. Zur zeit arbeitet er mit dem britischen performance Gruppe Forced Entertainment und ist mit «The Thrill Of it All» unterwegs.