Rä di Martino
«Rambo in Love»
Rä di Martinos Arbeiten sind wesentlich von performativen Fragestellungen, Erzähl- und Darstellungstechniken initiiert. So verwandelt sie beispielsweise den US-amerikanischen Army-Rekrutierungsstreifen Rambo II in einen schwarz-weiss-Stummfilm. Obwohl das originale Bildmaterial verwendet wird, erinnert die formale Setzung unmittelbar an Buster Keaton oder Charly Chaplin. Und en passant enthüllt sie so die Narrativität des Hollywood Action Blockbusters der 1980er.
Zentrales Moment ihrer Herangehensweise ist eine affirmative, in den 90ern hätte man geschrieben campy, Rezeption und Re-evaluation subkultureller und popkultureller Ereignisse. Aktuellere Arbeiten von ihr finden auch im Kontext darstellender Künste statt und können am dichtesten als live art/arts vivants beschrieben werden. Die Arbeit «Sing-a-long #1» beispielsweise ist ein Video einer ihrer live art Interventionen.
Rä di Martino studierte an der Slade School of Fine Arts in London und lebt seit 2005 in New York. Auf der Art Basel 2010 zeigte die Monitor Gallerie ihre Arbeit August 2008.
www.radimartino.com