MINImax
«Das Tagebuch der Anne Frank»
von Frances Goodrich/Albert Hackett
Anne Frank führte vom 12. Juni 1942 bis 1. August 1944 Tagebuch. Bis zum Frühjahr 1944 schrieb sie ihre Briefe nur für sich selbst. Dann hörte sie im Radio aus London den niederländischen Erziehungsminister im Exil, der davon sprach, dass man nach dem Krieg alles über die Leiden des niederländischen Volkes während der deutschen Besatzung sammeln und veröffentlichen müsse. Als Beispiel führte er unter anderem Tagebücher an. Unter dem Eindruck dieser Rede beschloss Anne Frank, nach Kriegsende ein Buch zu veröffentlichen. Ihr Tagebuch sollte dafür als Grundlage dienen.
Die Veröffentlichung sollte Anne jedoch nicht erleben.
Otto H. Frank erhielt Annes Tagebuch, als endgültig feststand, dass seine Tochter nicht mehr lebte. Nach reiflicher Überlegung entschloss er sich, den Wunsch seiner toten Tochter zu erfüllen und ihre Aufzeichnungen als Buch zu veröffentlichen.
Das Tagebuch der Anne Frank ist Symbol und Dokument zugleich, Symbol für den Völkermord an den Juden durch die Nazi-Verbrecher und Dokument der Lebenswelt einer einzigartig begabten jungen Schriftstellerin, welche in ihrem Tagebuch die unvergleichlich tragischen Geschehnisse der damaligen Zeit aus dem Blickwinkel eines jungen Mädchens beschreibt, welches mit seiner Familie in einem Versteck zu überleben versucht. Im Theaterstück von Minimax soll der Zuschauer zum Beobachter im Alltag von Anne Frank werden und so einenanderen Einblick in diesen schrecklichen Abschnitt der Geschichte der Verfolgung des jüdischen Volkes erhalten.
Mit: Milena Abrahamse (Anne Frank), Mara Schlegel (Margot Frank), Renato De Pedrini (Herr OttoFrank), Jacqueline Visentin (Frau Edith Frank), LucasSpeiser (Peter van Daan), Daniel Boos (Herr vanDaan), Sonja Speiser (Frau Van Daan), Percy von Tomeï(Herr Dussel), Michael Haak (Herr Kraler), UrsulaThöni (Miep).
Regie: Lothar Hohmann, Musik: Thomas Wilde.